Rudolf August
Reign
Deutsche Staaten Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel (1666 – 1704)
Description
Rudolf August, ein Mitglied des Welfenhauses, regierte von 1666 bis zu seinem Tod als Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel. 1685 regierte er gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Anton Ulrich. Seine Interessen galten mehr dem Studium und der Jagd, weshalb er seinen politisch versierten Bruder Anthony Ulrich zum Gouverneur ernannte. Während seiner Regierungszeit konzentrierte er sich auf den barocken Ausbau der herzoglichen Residenz, darunter den „Alten Weg“, der die Städte Braunschweig und Wolfenbüttel verband. Er starb 1704 im Jagdschloss Hedwigsburg. Mit seiner ersten Frau Christine Elisabeth hatte er drei Töchter, nach deren Tod ging er eine morganatische Ehe mit Rosine Elisabeth Menthe ein, die jedoch keine gemeinsamen Kinder hatte.
Minting information
Prinz Rudolf August (1627–1704) war von 1666 bis 1704 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel. Seine Münzprägung zählte zu den bedeutendsten im Deutsch-Römischen Reich des 17. Jahrhunderts. Unter Rudolf August erlebte das Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufschwung. Der Herzog förderte Handel und Industrie und führte das System der Manufakturen ein. Dank der wirtschaftlichen Entwicklung blühte auch die Münzprägung des Herzogtums auf. Die Münzprägung Rudolf Augusts bestand überwiegend aus Gold- und Silbermünzen. Die bedeutendste Goldmünze war die 24-teilige Dukatenserie, die von 1666 bis 1704 hergestellt wurde. Die Dukaten waren von hoher Qualität und im Deutsch-Römischen Reich weit verbreitet. Unter den Silbermünzen war die Talerserie von 30 Stück die bedeutendste, die ebenfalls von 1666 bis 1704 hergestellt wurde. Auch die Taler waren von hoher Qualität und gehörten zu den wertvollsten Münzen des Deutsch-Römischen Reiches. Die Prägung Rudolf Augusts trug maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung des Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttel bei. Münzen des Herzogtums verbreiteten sich im Deutsch-Römischen Reich und trugen zum wachsenden wirtschaftlichen und politischen Einfluss des Herzogtums bei.