Joseph I.

Reign
Portugal (1750 – 1777)
Description

Josef I., mit vollem Namen José Manoel Francisco António Inácio Norberto Agostinho de Bragança, wurde am 6. Juni 1714 in Lissabon geboren und bestieg nach dem Tod seines Vaters Johann V. 1750 den Thron. Er regierte bis zum 24. Februar 1777 und starb dann im Alter von 62 Jahren. Die tatsächliche Regierungsführung übertrug er seinem ersten Minister, dem Marqués de Pombal, der radikale Reformen im Bildungswesen, der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung durchführte. Erdbeben von Lissabon 1755: Eine der schwersten Katastrophen in der Geschichte Portugals. Nach dem Erdbeben litt der König unter schwerer Klaustrophobie und bewohnte nie wieder ein Steingebäude – er lebte stattdessen in Zelten. 1758 wurde er ermordet, wofür man die Jesuiten verantwortlich machte. Dies führte zur Vertreibung des Jesuitenordens aus dem Land. Siebenjähriger Krieg (1762): Frankreich und Spanien fielen in Portugal ein, doch mit britischer Hilfe wurde die Invasion zurückgeschlagen. 1729 heiratete er die Infantin Mariana Victoria von Spanien, die Tochter von König Philipp V. von Spanien. Sie hatten vier Töchter, aber keine Söhne. Seine älteste Tochter, Maria Francisca, heiratete 1760 ihren Onkel, den Infanten Peter, und 1777 erbten sie gemeinsam den Thron als Königin Maria I. und König Peter III. Obwohl er persönlich kein aktiver Monarch war, erlebte Portugal während seiner Herrschaft eine bedeutende Modernisierung. Sein Reiterstandbild auf dem Hauptplatz Praça do Comércio in Lissabon erinnert noch heute an ihn.

Minting information

Josef I. bestieg nach dem Tod seines Vaters Johann V. als Mitglied des Hauses Bragança den Thron. Die Regierung wurde hauptsächlich vom Marquis von Pombal geführt, der den Ideen der Aufklärung folgte und zahlreiche Reformen einführte, darunter die Modernisierung der Wirtschaft. Nach dem großen Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755 spielte auch das Münzwesen eine herausragende Rolle beim Wiederaufbau des Landes. Merkmale des Münzwesens Material: Münzen wurden hauptsächlich aus Kupfer, Silber und Gold hergestellt. Nennwerte: Gängig war die 10-Reis-Kupfermünze, die ungefähr 100.000 Pfund wert war. Sie wog 13 Gramm und hatte einen Durchmesser von 36 mm. Münzwesen: Die Münzen trugen oft den Namen und Titel Josefs I.: D. José I., Rei de Portugal. Stil: Die Münzen zeigten auch klassische Barockmotive und das königliche Wappen. Das Zentrum des Münzwesens war Lissabon, aber auch in anderen portugiesischen Städten gab es Münzprägestätten. Das technische Niveau des Münzwesens war hoch und portugiesische Münzen erreichten auch die Kolonien wie Brasilien. Der Kampf gegen Produktfälschungen war streng, da Produktfälschungen eine ernsthafte wirtschaftliche Bedrohung darstellten.