Joseph Louis Nicholas
Reign
Österreich (1746 – 1802)
Description
Graf Miklós József Esterházy wurde am 7. April 1746 in Wien geboren und war eines der prominentesten Mitglieder der mächtigsten und wohlhabendsten ungarischen Adelsfamilie Esterházy. Seine Eltern waren Fürst Miklós „Fényes“ Esterházy und Prinzessin Maria Elisabeth von Liechtenstein. Sein Vater, Fürst Miklós, war einer der einflussreichsten und wohlhabendsten Aristokraten seiner Zeit. Er hielt Hof im Schloss Esterházy, auch bekannt als das ungarische Versailles, und förderte den Komponisten Joseph Haydn. Miklós József erhielt eine hervorragende Ausbildung, die den Erwartungen der damaligen aristokratischen Jugend entsprach. Er verfolgte ein detailliertes Studium und sprach mehrere Sprachen. In seiner Jugend bereiste er Europa, was zur Entwicklung seines weiten Horizonts und seiner aufgeklärten Denkweise beitrug. Auf seinen Reisen lernte er die Ideen der Aufklärung kennen, die sein späteres Leben und Wirken nachhaltig beeinflussten. Wie sein Vater spielte auch József Miklós Esterházy eine bedeutende Rolle am Hof und im öffentlichen Leben des Habsburgerreiches. Obwohl er nie den Herzogsrang seines Vaters erreichte, hatte er auch als Graf erheblichen Einfluss. Er war Mitglied des Landtags von Bratislava und hatte zahlreiche öffentliche Ämter inne. Auch im gesellschaftlichen Leben seiner Zeit spielte er eine wichtige Rolle, wo er sich durch seine Eleganz und Kultur auszeichnete. Der Tradition der Familie Esterházy folgend, war József Miklós auch ein großer Förderer der Künste. Er sammelte leidenschaftlich Kunstschätze, insbesondere Gemälde und Kupferstiche. Zudem besaß er eine bedeutende Bibliothek, die viele Schlüsselwerke der Aufklärungsliteratur enthielt. Obwohl er in seiner musikalischen Förderung nicht das Engagement seines Vaters für Haydn erreichte, unterstützte er Künstler und trug zur Entwicklung der Kultur bei. Im Jahr 1779 heiratete Graf József Miklós Esterházy Prinzessin Maria Johanna von Liechtenstein, die ebenfalls aus einer angesehenen Adelsfamilie stammte. Aus ihrer Ehe gingen mehrere Kinder hervor, die den Namen und die Traditionen der Familie Esterházy fortführten. Graf Miklós József starb am 10. August 1802 im Alter von 56 Jahren in Wien. Sein Tod markierte das Ende einer Ära, in der Adelsfamilien nicht nur im politischen Leben, sondern auch in der Förderung von Kultur und Kunst eine herausragende Rolle spielten. Mit seinem Leben und Werk trug Miklós József Esterházy zur Verbreitung der Ideen der Aufklärung des 18. Jahrhunderts und zur kulturellen Entwicklung des Habsburgerreiches bei. Obwohl weniger bekannt als Fürst Miklós „der Helle“, war er zu seiner Zeit eine bedeutende und angesehene Persönlichkeit.
Minting information
Zur Zeit des österreichischen Grafen Miklós József (1746–1802) entstanden besondere und interessante Versionen der österreichisch-ungarischen Forint-Münzen. Während der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie, als die beiden Teile der Krone, Österreich und Ungarn, vereint waren, wurden bei der Münzprägung einzigartige Lösungen angewendet. Der Nennwert der österreichisch-ungarischen Münzen wurde jedoch sowohl in Franken als auch in Forint angegeben Der Nennwert des Forint war nicht bindend. Der nominelle Goldgehalt der auf Gold basierenden Währung betrug 0,72858 Gramm pro Forint, während die gesetzliche Silberwährung 11,111 Gramm Silber pro Forint enthielt. Das Gold-Silber-Verhältnis wurde nominell auf 1:15,3 festgelegt, was den Wert von Silber um 1,25 % stärker gegenüber Gold ansetzte als der Goldbarrenstandard, der ein Verhältnis von 1:15,5 verwendete. Diese Münzen waren einzigartig und passten sich dem Gold an wirtschaftliche und finanzielle Veränderungen der Monarchie. Der erfolgreiche Übergang zur Goldbasis erfolgte mit der Einführung des Krongeldsystems und der Abschaffung des alphabetischen Reichsmünzzeichens im Jahr 1766. Und im Jahr 1892 begann man mit der Prägung der Münzen der österreichisch-ungarischen Krone in verschiedenen Nennwerten, darunter Goldmünzen mit zehn und zwanzig Kronen. Diese Münzen waren nicht nur Finanzinstrumente, sondern auch historische und kulturelle Denkmäler, die die reiche Vergangenheit der Monarchie widerspiegelten.