Licinius
Reign
Römische Kaiserzeit (308 – 324)
Description
Schwiegersohn von Constantius Chlorus I. Er wurde 323 abgedankt und 325 ins Exil geschickt.
AESAR GAIVS VALERIVS LICINIVS AVGVSTVS
Minting information
Die Münzprägung des Kaisers Licinius ist eine der bedeutendsten numismatischen Quellen aus der Zeit des Römischen Reiches zwischen 308 und 324. Anhand der Münzen lassen sich die politischen und religiösen Aktivitäten des Kaisers Licinius sowie die wirtschaftliche Lage des Reiches nachvollziehen. Die Münzprägung von Licinius folgte zunächst traditionellen römischen Mustern. Er prägte goldene Aureus, silberne Denare und bronzene Antoninier mit dem Porträt und den Titeln des Kaisers. Auf der Rückseite der Münzen war der Kaiser häufig zusammen mit Göttinnen wie Iupiter oder Minerva abgebildet. Im Jahr 313 erließen Licinius und Kaiser Konstantin gemeinsam das sogenannte Mailänder Edikt, das die freie Religionsausübung wieder erlaubte Christen im Reich. Die Münzprägung des Licinius änderte sich daraufhin und auf den Münzen erschienen die Symbole des Christentums. Die Rückseite der Münzen zeigt oft ein Kreuz, einen Lammkopf oder das Monogramm Christi. Im Jahr 324 brach ein Krieg zwischen Licinius und Kaiser Konstantin aus. in dem Licinius besiegt wurde. Der Kaiser wurde von Konstantin gefangen genommen und hingerichtet. Damit endete die Münzprägung von Licinius.