Sigismund Báthory

Sigismund Báthory

Reign
Description

Zsigmond Báthori, ein Mitglied der Familie Báthory, wurde am 20. März 1572 in Várad geboren und starb am 27. März 1613 in Libochovice. Zwischen 1586 und 1602 war er mehrmals Fürst von Siebenbürgen und 1598 Herzog von Ratibor und Oppeln in Schlesien. Als Zsigmond noch ein Kind war, wurde er 1581 auf Wunsch seines Vaters zusammen mit seinem Onkel, dem Fürsten, zum Woiwoden gewählt István Báthory. Nach dem Tod seines Onkels im Jahr 1586 übernahm er den Fürstentitel. Das Parlament erklärte ihn 1588 für volljährig, allerdings erst, nachdem er der Ausweisung der Jesuiten aus dem Land zugestimmt hatte. Als starker Anhänger der katholischen Religion wurde er bei den Protestanten schnell unbeliebt. Er trat der Heiligen Liga gegen das Osmanische Reich bei, doch da er das Parlament nicht von seinem Plan überzeugen konnte, übergab er die Regierung 1594 an seinen Neffen Báthory Boldizsar. Doch nicht lange danach kehrte er mit Hilfe von Kapitän István Bocskai auf den Thron zurück, nahm die oppositionellen Herren und seinen Neffen gefangen und ermordete sie. Er heiratete die österreichische Erzherzogin Mária Krisztierna II. Die Nichte von Kaiser Rudolf, ihre Ehe wurde jedoch nie annulliert, vermutlich wegen ihrer Homosexualität. Im Bündnis mit Prinz Mihály Vitéz von Havasalföldi und Prinz Ștefan Răzvan von Moldawien besiegte er die Türken bei Gyurgyevo, doch dem Triumph folgten eine Reihe türkischer Siege, weshalb er 1598 abdankte. Zu Gunsten Rudolfs überredete ihn Bocskai zur Rückkehr, doch da er sich mit den Türken nicht einigen konnte, trat er 1599 erneut zurück, diesmal zugunsten seines Cousins, Kardinals András Báthory.

Minting information

Während der Herrschaft des siebenbürgischen Fürsten Zsigmond Báthori von 1586 bis 1599 erlebte die siebenbürgische Münzprägung eine bedeutende Entwicklung. Als Siegel seines Bündnisses mit den Habsburgern begann der Fürst 1588 mit der Prägung des Goldforints, der neben dem Wappen der Habsburger auch sein eigenes Wappen trug. Während des Fünfzehnjährigen Krieges spielte dieses Geld eine wichtige Rolle bei Handels- und Finanztransaktionen. Zsigmond Báthory prägte auch Silbermünzen, wobei der 20-Kraj-Münzen am häufigsten vorkam. Auf diesen Münzen steht neben dem Porträt des Fürsten „SIGISMUNDUS DG PRINCEPS TRAN. ET SERV. REGIS HUNG.“ Die Münzprägung des Fürsten trug wesentlich zur Entwicklung der siebenbürgischen Wirtschaft bei. Geld spielte nicht nur bei Handels- und Finanztransaktionen eine wichtige Rolle, sondern auch bei der Stärkung der Autorität und Machtposition des Fürsten.