Anton I
Reign
Deutsche Staaten Königreich Sachsen (1827 – 1836)
Description
Vollständiger Name: Antal Kelemen Tivadar Mária József János Nepomuk Ferenc Xavér Alajos JanuáriusGeboren: 27. Dezember 1755 in DresdenStammesangehöriger des albertschen Zweigs des Hauses WettinVater: Friedrich Christian, Kurfürst von SachsenMutter: Maria Antonia Walpurga, Prinzessin von BayernBruder: Friedrich August I., erster König von SachsenErste Ehefrau: Maria Carolina von Savoyen – starb jung und kinderlos.Zweite Ehefrau: Maria Theresia Josepha von Österreich – sie hatten vier Kinder, die jedoch alle früh starben.Er bestieg am 5. Mai 1827 nach dem Tod seines Bruders den Thron, wurde im Alter von 71 Jahren König und hatte wenig politische Erfahrung. Während seiner Herrschaft leitete er keine bedeutenden Reformen ein.Die französische Julirevolution (1830) führte auch in Sachsen zu Unruhen. Das Bürgertum forderte Verfassungsreformen. König Anton gab dem Druck nach: Bernhard von Lindenau wurde Ministerpräsident. Er ernannte seinen Neffen Friedrich August zum Mitregenten, der nach und nach die Staatsgeschäfte übernahm. Er starb am 6. Juni 1836 im Alter von 80 Jahren in Pillnitz. Sein Nachfolger wurde sein Neffe Friedrich August II.
Minting information
Anton Clemens Theodor Maria Joseph I. bestieg 1827 nach dem Tod seines Bruders Friedrich August I. den Thron. Das Königreich Sachsen war damals Mitglied der deutschen Staaten und hatte sein eigenes Münzrecht. Während seiner Herrschaft fanden keine größeren Wirtschaftsreformen statt, das Münzwesen wurde jedoch gemäß der früheren Tradition fortgeführt. Die Währung des Königreichs Sachsen war während dieser Zeit der sächsische Taler. Im Talersystem wurden mehrere Stückelungen geprägt, beispielsweise: 1 Taler, 1/2 Taler, 1/6 Taler – beispielsweise eine silberne 1/6 Talermünze aus dem Jahr 1827 aus .521 Feinsilber. Die Münzen zeigten oft: ein Porträt oder Profil von König Anton I., das Prägejahr, das Wappen des Königreichs Sachsen oder andere heraldische Motive. Von Anton I. geprägte Münzen gelten heute als selten, insbesondere solche in gutem Zustand. Sie sind bei Sammlern begehrt, insbesondere die Silbertaler, die schön gearbeitet sind und einen historischen Wert haben. Der Stil der Münzen spiegelt den Einfluss der klassizistischen Kunst wider, der typisch für das frühe 19. Jahrhundert war.