II. Justin

Reign
Description

II. Kaiser Justinus, mit vollem Namen Flavius Iustinus Iunior Augustus, regierte das Byzantinische Reich von 565 bis 578 nach dem Tod seines Onkels Justinian I. Er wurde um 520 in Konstantinopel geboren und starb dort am 5. Oktober 578. Während seiner Herrschaft hatte Justin mit vielen Problemen im Reich zu kämpfen. Die Schatzkammer war leer, die Grenzen des Reiches waren bedroht, die Bevölkerung ging zurück und die Wirtschaft begann zu sinken. Eine der ersten Maßnahmen des neuen Kaisers bestand darin, die von seinem Vorgänger angehäuften Schulden zu begleichen, gefolgt von der Wiederherstellung des Gleichgewichts der Staatskasse, wofür er als geldgierig galt. Im zweiten Jahr seiner Herrschaft bildete sich dagegen eine Verschwörung ihn, angeführt von den Senatoren Aetherius und Addaius, aber beide wurden hingerichtet. Justinus ist als frommer Christ bekannt, er renovierte und ließ viele Kirchen bauen und spendete an verschiedene Heiligtümer. Interessant waren auch die Umstände seiner Thronbesteigung. Beim Tod von Justinian I. hätten zwei Justinianer als Thronanwärter auftreten können. Einer war der Sohn des Feldherrn Germanus, der andere war Justinus‘ Neffe, der Sohn von Vigilantias Schwester. Letzterer bestieg schließlich den Thron, unter anderem dank der Unterstützung von Kaiserin Theodora, der Nichte von Justins Frau Sophia. Auch der Patriarch der Hauptstadt und der Kommandeur der Excubitores-Leibwache pflegten gute Beziehungen zu ihm, was ebenfalls zur Thronbesteigung beitrug. Während Justins Herrschaft stand das Reich vor vielen Herausforderungen, doch er versuchte, die Lage zu stabilisieren und zu stärken innere Struktur des Reiches. Obwohl seine Herrschaft nicht frei von inneren Unruhen und äußeren Bedrohungen war, hatte sie einen erheblichen Einfluss auf die Geschichte des Byzantinischen Reiches.

Minting information

II. Kaiser Justin, der das Byzantinische Reich von 565 bis 578 regierte, war der Neffe und Nachfolger von Kaiser Justinian I. Während seiner Regierungszeit nahm er mehrere wichtige Änderungen vor, darunter die Tilgung von Schulden und die Neuausrichtung der Staatskasse im Bereich der Münzprägung II. Während der Herrschaft Kaiser Justins erlebte die byzantinische Numismatik eine bedeutende Entwicklung. Zu den damaligen Münzen gehörten Solidis, die aus Gold gefertigt waren, sowie höherwertige Bronzemünzen. Die Münzen zeigten oft das Profil des Kaisers und verschiedene christliche Symbole wie das Kreuz oder Heiligenbilder, die den religiösen Charakter des Reiches widerspiegelten.II. Unter Justins Herrschaft änderten sich auch das Design und die Qualität der Münzen. Die Verzierung der Münzen wurde immer raffinierter und enthielt neben dem Porträt des Kaisers oft auch kaiserliche Titel und Machtsymbole. Diese Münzen dienten nicht nur als Zahlungsmittel, sondern repräsentierten auch die kaiserliche Macht und den christlichen Glauben.