Ludwig II.

Ludwig II.

Reign
Polen (1516 – 1526)
Tschechien (1516 – 1526)
Ungarn (1516 – 1526)
Description

Ludwig II. aus dem Jagiellonenhaus wurde 1506 geboren. Als Sohn von König Vladislav und Königin Anne von Candale. Er regierte zwischen 1516 und 1526 in Ungarn und Tschechien.

Sein Vater sicherte seinem einzigen Sohn bereits in seiner Kindheit die Krone. 1508 wurde er in Székesfehérvár zum ungarischen König und 1509 in Prag zum tschechischen König gekrönt. Ludwig war der dritte und letzte ungarische König aus dem Hause der Jagiellonen.

Im Jahr 1515 fand gemäß dem Habsburg-Jagiellonen-Ehevertrag das Wiener Treffen statt zwischen dem ungarischen König Vladislav II, dem polnischen König Sigismund Jagielló und dem deutsch-römischen Kaiser Miksa Habsburg. Die drei Herrscher beschlossen die Heirat des noch kleinen Ludwig mit Maria von Habsburg. Gleichzeitig einigten sie sich sogar darauf, dass Miksa und Sigismund im Falle von Vladislavs Tod die Vormunde von Ludwig sein würden. Außerdem akzeptierte Miksa Ludwig als seinen Sohn.

Er starb am 29. August 1526, als er heldenhaft die Schlacht bei Mohács gegen die zahlenmäßig unterlegenen Türken aufnahm.

Minting information

II. Zur Zeit Ludwigs wurden vier Geldarten geprägt: Goldforint, Garas, Denar und Obulus. II. Zu Beginn seiner Herrschaft schloss sich Ludwig vollständig dem Währungssystem seiner Vorgänger im Münzwesen an. Die Wurzeln dieses Währungssystems gehen auf die große Währungsreform von Mátyás I. im Jahr 1468 zurück, der daraufhin die sogenannten Madonna-Denare einführte. In den ersten Regierungsjahren Ludwigs II. waren die Denare völlig identisch mit den Münzen ihres Landes Vorgänger, sowohl was das Medaillenbild als auch den Nennwert betrifft. Diese erste Ära ist 1516-1521. Im Jahr 1521 fand auf dem Gebiet der Münzprägung eine große Reform statt, deren Bedeutung und Erklärung sich aus den damaligen öffentlichen Verhältnissen des Landes und der schwierigen finanziellen Lage der Schatzkammer und des königlichen Hofes ergibt. Der Grundgedanke der À-Reform bestand darin, die Feinheit des Geldes um die Hälfte zu reduzieren, es aber auf dem erzwungenen Wechselkurs zu belassen. Während der Umlaufszeit der Nova Moneta wurden neben Denaren auch Obulus und Garas geprägt.