Franz II. Rákóczi

Franz II. Rákóczi

Reign
Ungarn (1704 – 1711)
Description

Franz II. Rákóczi wurde am 27. März 1676 in Gyulafehérvár als Sohn von Franz Rákóczi und Ilona Zrínyi, einem Mitglied der Familie Rákóczi, einer berühmten Adelsfamilie in der ungarischen Geschichte, geboren. Im Jahr 1704 wurde Gyulafehérvárott zum Fürsten von Siebenbürgen gewählt. Er war der letzte, der diese Position innehatte.

Er war der Anführer des Rákóczi-Freiheitskampfes. Dieser Aufstand fand zwischen 1703 und 1711 im Namen der Unabhängigkeit und Einheit gegen das Habsburgerreich statt. Hintergrund des Unabhängigkeitskrieges war die Unzufriedenheit des ungarischen Adels mit der Herrschaft der Habsburger, weshalb diese versuchten, den ungarischen Adel von der Macht zu verdrängen. Unter der Führung von Rákóczi rebellierten die ungarischen Adligen und Bauern gemeinsam gegen die Habsburger. Der Aufstand fand breite gesellschaftliche Unterstützung, erzielte jedoch nicht das gewünschte Ergebnis. Der Frieden von Szatmár, der den Unabhängigkeitskrieg beendete, endete trotz des Sturzes mit einem Kompromiss, der die Integration Ungarns in das Habsburgerreich verhinderte, und die Verfassung des Ordens blieb, wenn auch scheinbar, bis 1848 bestehen.

Nach dem Wiener Friedensabkommen blieb Rákóczi musste ins Exil, ins Türkische Reich, nach Rodostó fliehen. Dort engagierte er sich weiterhin politisch und suchte Unterstützung für die ungarische Sache.

1733, während des Polnischen Erbfolgekrieges, hätte er in seine Heimat zurückkehren können, was jedoch nicht geschah. Zwei Jahre später, 1735, starb er ohne Erben.

Sein lateinischer Wahlspruch wurde zu seinem Schlagwort: Cum Deo pro patria et libertate! (Mit Gott für das Land und die Freiheit!)

Minting information

Das II. Der von Fürst Ferenc Rákóczi angeführte Freiheitskampf hatte seine eigene Münzprägung. Zu Beginn des Freiheitskampfes prägte der Fürst Golddukaten, silberne Halbtaler (Silberforint) und Polturen. Allerdings wurde das Edelmetall zum Kauf von Waffen benötigt, so wurden für den internen Geldumlauf 20, 10, 1 und kurzzeitig 4 Polturen in Kupfer ausgegeben. Die Inschrift auf der 20. und 10. Poltura lautete PRO LIBERTATE („für die Freiheit“), weshalb die Menschen sie Libertäre nannten. Entgegen der damaligen Sitte brachte Rákóczi sein Porträt nicht auf seine Münzen, sondern auf seinen Münzen war der Ungar abgebildet Wappen und Madonna. Da sie ebenfalls gefälscht waren, wurden sie um 60 % reduziert. Die verhandelbaren 20er und 10er Polturen wurden mit einem kleinen Madonnenbild als Gegenschein versehen. Nach 1711 waren dies nur noch Erinnerungen und Relikte des Freiheitskampfes.